Bei der Akupunktur werden feine Nadeln in Körperregionen gestochen, damit die "Qi-Energie" freier durch den Körper fließen kann und dadurch Beschwerden gelindert werden. Grundlage ist hierbei eine Vorstellung vom Körper, die sich von den westlichen Erkenntnissen zu Anatomie und Körperfunktion unterscheidet. Nach chinesischem Verständnis wird der Mensch von der Lebensenergie Qi durchflossen. Sie soll lt. der TCM in den Leitbahnen, den sogenannten Meridianen, durch den Körper strömen und an mehr als 700 Punkten dicht unter der Hautoberfläche erreichbar sein. Ungefähr 400 davon werden als Akupunkturpunkte genutzt.

Laut dieser alten Lehre ist der Mensch gesund, wenn die Energie (Qi) harmonisch durch die Leitbahnen fließt. Wird der Qi-Fluss gestört, dann können Krankheit und Schmerz auftreten. Die Akupunktur soll diese Blockaden des Qi-Flusses beseitigen und so einen freien Fluss wieder herstellen.

Bei einer Akupunkturbehandlung - die meist im Liegen stattfindet - werden dem Patienten je nach Erkrankung an ausgewählten Stellen Nadeln in die Haut eingestochen. Die sterilen Einmal-Nadeln sind speziell geschliffen und daher spürt der Patient nur einen minimalen Einstichschmerz. Es kann ein dumpfes Schwere- oder Wärmegefühl in den behandelnden Bereichen entstehen. Die Nadeln verbleiben ca. 20 - 30 Minuten in der Haut.