Gua Sha ist eine Behandlungsform der TCM, bei der auf vorher eingeölter Haut mit einem abgerundeten "Schaber" aus Jade oder Horn die Haut vorsichtig "geschabt wird". Die abgerundete Kante wir auf die Haut gedrückt und entlang der  Muskeln oder der Meridiane in ca. 10 bis 15 cm langen Zügen bewegt. Es wird hier eine gewollte lokal ausgeprägte Reizung der Haut erzeugt, die sich in einer Rötung mit punkt- oder strichförmigen Hauteinblutungen (Petechien) zeigt. Die Hautrötungen klingen nach ca. 2 - 5 Tagen wieder ab. Durch die Behandlung wird der Stoffwechsel angeregt sowie die Entgiftungs- und Selbstheilungsprozesse des Körpers. 

Gua sha wird angewendet um Schmerzen zu linden und Muskelverspannungen zu lösen. Aber auch bei Erkältungen oder grippalen Infekten wird Gua Sha angewendet um die "Oberfläche" zu öffnen,  damit  Pathogene Faktoren (Krankheitserreger) nach aussen entweichen können und nicht weiter in die Tiefe eindringen.

Wichtig ist es nach einer Gua Sha Behandlung viel zu trinken um den Abtransport der gelösten Stoffe zu gewährleisten. Außerdem sollte das behandelte Areal bis zum Abklingen der Hautzeichen gut vor Wind und Sonne geschützt werden. Wie auch nach jeder Akupunkturbehandlung sollte auch nach der Gua Sha Behandlung keine schwere körperliche Anstrengung erfolgen.